Webdesign & SEO
Website für eine Gebäudereinigung erstellen lassen: worauf es ankommt
Objekte kommen über Empfehlung, der Auftrag entscheidet sich bei Google. Was die Website einer Reinigungsfirma leisten muss, für Auftraggeber und für Bewerber.
Eine Hausverwaltung braucht kurzfristig eine neue Reinigungsfirma. Sie fragt im Kollegenkreis, bekommt zwei Namen und tippt beide bei Google ein. Was in den nächsten zwei Minuten auf dem Bildschirm steht, entscheidet, wer von beiden den Anruf bekommt.
So läuft es in der Gebäudereinigung fast immer. Die Empfehlung bringt den Namen, die Website bringt den Auftrag. Das wissen die wenigsten Inhaber, und das ist auch kein Vorwurf: Wer sechs Objekte gleichzeitig betreut und morgens um halb fünf anfängt, denkt nicht über seine Startseite nach.
Zwei Gruppen landen auf derselben Seite
Bei einer Reinigungsfirma kommen zwei sehr verschiedene Menschen auf die Website, und beide sind existenziell.
- Auftraggeber. Hausverwaltungen, Arztpraxen, Autohäuser, Kanzleien, Bauträger, Produktionsbetriebe. Sie vergleichen zwei oder drei Anbieter und wollen in einer Minute wissen, ob du zu ihnen passt.
- Bewerberinnen und Bewerber. Reinigungskräfte, Vorarbeiter, Objektleitungen. Ohne Leute kannst du ein neues Objekt gar nicht erst annehmen.
Die meisten Seiten sind nur für die erste Gruppe gebaut, die Stellen hängen irgendwo im Menü unter Karriere. Das kostet doppelt: Du verlierst Bewerbungen, und du musst Aufträge absagen, weil niemand da ist, der sie macht.
Die Fragen, die ein Auftraggeber zuerst stellt
Wer eine Reinigungsfirma sucht, hat fünf Fragen im Kopf, und zwar in dieser Reihenfolge.
- Macht ihr das, was ich brauche? Eine Praxis braucht etwas anderes als eine Baustelle. Wer nur „Gebäudereinigung“ schreibt, zwingt den Leser zum Raten.
- Kommt ihr zu mir raus? Die Ortsfrage steht fast immer an zweiter Stelle.
- Mit wem rede ich? Ein Gesicht, ein Name, eine Durchwahl. Ein Kontaktformular ohne Absender wirkt wie ein Briefkasten.
- Wie schnell bekomme ich ein Angebot? Wer hier eine ehrliche Angabe macht, gewinnt gegen den, der schweigt.
- Kann ich euch vertrauen? Versicherung, Anmeldung, Referenzobjekte, Bewertungen. Nichts davon ist spektakulär, alles davon wird gesucht.
Wer einen Reinigungsvertrag vergibt, kauft kein Produkt. Er kauft Verlässlichkeit. Die muss auf der Website zu sehen sein, bevor jemand zum Hörer greift.
Eine Seite je Leistung statt einer Aufzählung
Unterhaltsreinigung, Glas- und Rahmenreinigung, Bauendreinigung, Treppenhausreinigung, Industriereinigung, Winterdienst: Das sind sechs verschiedene Leistungen mit sechs verschiedenen Kundengruppen. Auf vielen Seiten stehen sie als Aufzählung untereinander auf einer einzigen Seite.
Gesucht wird aber nicht nach „Gebäudereinigung“, sondern nach „Bauendreinigung“ plus Ort. Jede Leistung, mit der du wirklich Geld verdienst, verdient eine eigene Seite mit eigener Überschrift, eigenen Bildern und einem eigenen Weg zur Anfrage. Das ist kein SEO-Trick, das ist einfach die Art, wie Leute suchen.
Das Einsatzgebiet gehört sichtbar auf die Seite
„Umkreis 50 Kilometer“ hilft weder dem Leser noch Google. Die Orte, in denen du tatsächlich arbeitest, gehören ausgeschrieben auf die Seite, am besten dort, wo sie auch inhaltlich Sinn ergeben: im Text über das Einsatzgebiet, in Referenzobjekten, in den Seitentiteln.
Und ja, das funktioniert auch über die eigene Gemeindegrenze hinaus. Wer in einem kleineren Ort sitzt und in der größeren Stadt nebenan Aufträge holen will, muss das auf der Seite sagen.
Bewerber brauchen einen eigenen Weg
Eine Reinigungskraft bewirbt sich abends vom Handy aus. Ein PDF-Lebenslauf ist in dem Moment eine Hürde, kein Standard. Was funktioniert, ist eine eigene Karriereseite mit drei bis vier Feldern, einer Rückrufmöglichkeit und ein paar ehrlichen Sätzen dazu, wie die Arbeitszeiten wirklich sind.
Diese Seite ist gleichzeitig das Ziel für Kampagnen in Social Media. Wie das zusammenspielt, steht auf unserer Seite zu Social Recruiting.
Ein Beispiel aus der Region
Reinecke Gebäudeservice sitzt in March bei Freiburg. Die Ausgangslage war die, die wir in der Branche oft sehen: Anfragen kamen unregelmäßig, und für neue Aufträge fehlten die Leute.
Entstanden ist eine neue Website mit Blick auf die Suchbegriffe der Region, dazu Google Ads für konkrete Suchanfragen und parallel das Recruiting. Heute kommen dort jeden Monat drei bis vier neue Objekte und mehr als zwei neue Mitarbeitende dazu. In der Google Search Console steht die Seite über sechzehn Monate bei einer durchschnittlichen Position von 5,5.
Der ganze Fall steht in der Case Study Reinecke Gebäudeservice, mehr zur Sichtbarkeit in der Region auf unserer Seite zur SEO Agentur Freiburg.
Noch ein Fall, diesmal aus Rheinfelden
Bei der Hiltensberger Gebäudereinigung lag es umgekehrt. Wachstum wäre möglich gewesen, nur fehlten die Leute dafür. Zeitungsanzeigen brachten schon länger nichts mehr.
Markus Hiltensberger hat seine Personalsuche komplett von offline auf online umgestellt. Parallel haben wir die Webseite neu gebaut, weil die alte technisch und inhaltlich nicht mehr passte. Auf der neuen stehen die Menschen im Vordergrund, sie arbeitet damit auch für die Mitarbeitersuche. Herausgekommen sind über 300 Bewerbungen und mehr als 30 neue Mitarbeitende aus mehr als zehn Kampagnen. Offene Stellen sind heute in wenigen Wochen besetzt.
Er selbst fasst es in seinem Video in vier Worten zusammen: „Das Ergebnis war krass.“ Zu sehen in der Case Study Hiltensberger Gebäudereinigung.
Was Google braucht, damit es die Seite versteht
Vier Dinge entscheiden darüber, ob eine Reinigungsfirma überhaupt eine Chance hat, gefunden zu werden.
- Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit echten Bildern, Leistungen und erreichbaren Öffnungszeiten.
- Eigene Seiten für Leistungen und Orte, statt alles auf die Startseite zu packen.
- Eine Seite, die auf dem Handy in wenigen Sekunden da ist. Ein großer Teil der Anfragen kommt unterwegs.
- Echte Fotos aus dem Betrieb. Das Stockfoto mit dem blauen Eimer steht auf hundert anderen Seiten auch.
Wenn eine bestehende Seite ersetzt wird, kommt ein fünfter Punkt dazu, der gern vergessen wird: Jede alte Adresse braucht eine Weiterleitung auf die passende neue Seite. Wie das sauber läuft, steht in unserem Artikel zum Website-Relaunch ohne Rankingverlust.
Kurz gefasst
- Zwei Zielgruppen, Auftraggeber und Bewerber, brauchen beide einen eigenen Weg auf der Seite.
- Beantworte die fünf Fragen eines Auftraggebers sichtbar auf der Startseite.
- Jede Leistung, die Geld bringt, bekommt eine eigene Seite.
- Die Orte, in denen du arbeitest, gehören ausgeschrieben auf die Seite.
- Die Karriereseite ist kurz, vom Handy ausfüllbar und ehrlich.
- Google-Profil, Ladezeit, eigene Seiten, echte Bilder. Beim Umzug Weiterleitungen nicht vergessen.
Wenn deine Seite mehr Objekte und mehr Bewerbungen bringen soll, schauen wir sie uns gern gemeinsam an. Wir sagen dir ehrlich, was in deiner Region realistisch ist. Wie wir Websites bauen, steht auf unserer Seite zur Webentwicklung.
Klingt nach eurem Thema? Dann lass uns 30 Minuten darüber sprechen.
Website-Projekt besprechen