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Social Media Ads/11. September 2026/Team Fiedler-Performance/6 Min. Lesezeit

Video oder Bild in Social Ads: Was wann besser funktioniert

Video gilt als Königsweg in Social Ads. Das stimmt nur zur Hälfte. Wann ein statisches Bild die günstigeren Anfragen bringt und wie du das entscheidest.


Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch: Sollen wir Videos machen oder reichen Bilder? Dahinter steckt meistens eine andere Frage. Nämlich: Müssen wir einen Drehtag bezahlen, bevor überhaupt etwas läuft?
Die kurze Antwort ist nein. Die lange Antwort ist interessanter.

Warum alle Video sagen

Video hat einen echten strukturellen Vorteil: Es hält Aufmerksamkeit länger. Wer drei Sekunden bleibt, bleibt oft auch zehn. Und je länger jemand hinschaut, desto mehr Signale bekommt der Algorithmus darüber, wen dieser Inhalt interessiert. Kampagnen mit Video finden ihre Zielgruppe deshalb häufig schneller.
Dazu kommt etwas, das ein Bild nicht leisten kann. Wie jemand spricht. Wie eine Werkstatt klingt. Ob ein Team zusammenpasst. Bei Recruiting-Kampagnen ist das kaum zu ersetzen, denn Bewerber entscheiden sich für Menschen, nicht für Stellenanzeigen.

Wo das Bild gewinnt

Jetzt die andere Seite. Ein statisches Motiv gewinnt regelmäßig in drei Situationen.
  • Wenn das Angebot selbsterklärend ist. Ein Abverkauf, ein Termin, ein klarer Preis. Wer schon weiß, was er will, braucht kein Storytelling, sondern die Information in einer halben Sekunde.
  • Wenn die Zielgruppe klein ist. Bei lokalen Kampagnen mit wenigen tausend Menschen im Umkreis nutzt sich ein einzelnes Video schnell ab. Drei Bildvarianten halten dieselbe Zielgruppe länger frisch als ein aufwendiges Video.
  • Wenn das Video schlecht ist. Ein wackeliges, zu langes Video mit unklarer Aussage verliert gegen ein gutes Bild, jedes Mal.

Der Denkfehler beim Vergleich

Die meisten vergleichen Formate. Sinnvoller ist es, die Aufgabe zu vergleichen.
Eine Anzeige hat immer nur eine Aufgabe: den richtigen Menschen im Scrollen anhalten und ihm einen Grund geben, weiterzumachen. Welches Format das besser kann, hängt davon ab, wie erklärungsbedürftig dein Angebot ist und wie kalt die Zielgruppe ist.
Faustregel: Je erklärungsbedürftiger das Angebot und je kälter die Zielgruppe, desto eher Video. Je klarer das Angebot und je wärmer die Zielgruppe, desto eher Bild.

Was wir in der Praxis machen

Wir starten fast nie mit nur einem Format. Eine neue Kampagne bekommt in der Regel zwei bis drei Bildvarianten und ein bis zwei kurze Videos. Nicht, weil wir unentschieden sind, sondern weil erst die Daten zeigen, worauf diese konkrete Zielgruppe reagiert.
Nach ein bis zwei Wochen ist das Bild meistens eindeutig. Dann wird das Budget auf das umgeschichtet, was funktioniert, und die schwachen Varianten werden ersetzt. Dieses Nachschieben ist wichtiger als die Ausgangsentscheidung, weil jedes Motiv irgendwann ermüdet.

Wenn du nur eins bauen kannst

Dann bau ein Video, aber ein anderes, als du denkst. Kein Imagefilm. Fünfzehn bis dreißig Sekunden, mit dem Smartphone, eine Person, die eine Frage beantwortet, die deine Kunden wirklich stellen. Untertitel drauf, weil der Ton bei den meisten aus ist.
Dieses Video schlägt in der Praxis die teure Produktion erstaunlich oft. Es wirkt echt, und echt schlägt schön, sobald Werbung als Werbung erkannt wird.

Kurz gefasst

  • Video, wenn du Vertrauen aufbauen oder etwas erklären musst.
  • Bild, wenn das Angebot klar ist oder die Zielgruppe klein.
  • Immer mehrere Varianten starten und nach zwei Wochen nachschärfen.
  • Echt vor perfekt. Untertitel nicht vergessen.
Wenn du wissen willst, welche Kombination für deine Branche und deine Region sinnvoll ist, schau dir an, wie wir Neukunden über Social Media gewinnen, oder sprich uns direkt an.

Klingt nach eurem Thema? Dann lass uns 30 Minuten darueber sprechen.

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